Wechselbanner 1

Aktuelle Themen

Futterumstellung am 02.04.2018

Futterumstellung

Darunter versteht man einen Zeitraum, in dem das Tier schrittweise von einer Nahrung auf eine andere umgestellt wird.

 

1. Mischen Sie die neue Nahrung über einen Zeitraum von 7 Tagen schrittweise in immer größeren Mengen unter die bisherige Nahrung

2. Wenn Ihr Tier eine neue Nahrung nur zögerlich annimmt, füttern Sie es mit der Hand oder vermischen Sie Trockennahrung mit ein wenig warmem Wasser

3. Füttern Sie Ihr Tier nicht mit Nahrung für Menschen (dies kann die Wirksamkeit der empfohlenen Tiernahrung beeinträchtigen)

4. Stellen Sie immer ausreichend sauberes, frisches Wasser zur Verfügung

5. Füttern Sie keine Ergänzungsfuttermittel oder andere Tiernahrung; es sei denn, dies wurde Ihnen vom Tierarzt empfohlen

 

Auf einen Blick

Tipps zur besseren Akzeptanz der Nahrung

  • vermischen Sie die Nahrung mit salzarmer Brühe.

Bei Hunden: salzarme Rinder- Hühnerbrühe.
Bei Katzen: salzarme Thunfisch- Muschel- oder Rinderbrühe.

  • Nahrung erwärmen.
     
  • Weite Futterschüssel, dass die Tasthaare der Katze den Rand der Schüssel nicht berühren.
     
  • Kleine Menge Oregano unter das Futter mischen.

ACHTUNG: bei Futtermittelallergikern, Futter mit speziellem Protein oder ein für das Tier neues Protein

 

Futterumstellung à Futteraversion

  • Katzen können eine Abneigung gegen ein bestimmtes Futter entwickeln, wenn z.B. mit dem Futter Verdauungsbeschwerden oder ein negatives Erlebnis verbunden wird.
     
  • Die Futterabneigung kann physischer, emotionaler oder physiologischer Herkunft sein.
     
  • Eine Futterabneigung tritt meist auf wenn auf die Fütterung eine Übelkeits- oder Erbrechensepisode folgt.
     
  • Eine Futterabneigung kann bis zu 40 Tage anhalten.
     
  • Bei stationärem Aufenthalt nie das Futter füttern welches später Zuhause gefüttert werden soll.

 

Katzen und die Konsistenz einer Nahrung

Katzen sind sehr empfindlich was Geruch, Erscheinungsform und Geschmack eines Futters angeht.

  • Häufig wird Futter mit einer anderen Konsistenz, wie gewohnt, verweigert.
     
  • Katzen fressen Futter lieber wenn es ca. Körpertemperatur hat.
     
  • Katzen sollen nicht hungern. Verlängern Sie daher, bei nicht fressender Katze, die Umstellungsphase auf bis zu 2 Monate.
     
  • Bei mehreren Katzen im Haushalt fragen Sie Ihren Tierarzt ob die Partnerkatzen das empfohlene Futter auch fressen dürfen.

Neue Impfung bei Kaninchen am 01.02.2018

Neben den bekannten Kaninchenimpfungen gegen das RHD-1-Virus und Myxomatose wurde jetzt ein Impfstoff gegen das RHD-2-Virus entwickelt, da sich dieses Virus immer mehr über ganz Deutschland ausbreitet. Der neue Impfstoff schützt vor dem RHD-1- und dem RHD-2-Virus, kann ab der 10. Lebenswoche angewendet werden und muss einmal jährlich geimpft werden. Bei hohem Infektionsdruck kann die Impfung bereits mit 4 Wochen stattfinden und wird dann zwei Mal jährlich geimpft. Der Impfstoff ist für Mast- und Zuchtkaninchen zugelassen und kann auch für Hauskaninchen verwendet werden. Leider ist der neue Impfstoff sehr teuer.Trotzdem sollten die Kaninchen gegen alle drei Erkrankungen geimpft werden.Da noch keine Studien über die Kombinationsfähigkeit des neuen Impfstoffes mit den bisherigen Impfstoffen vorliegen, sollten die  Impfungen zeitlich getrennt voneinander erfolgen. Danach ist das Kaninchen bestmöglich gegen diese Viruserkrankungen geschützt.

Tödliche und giftige Lebensmittel für Hunde am 06.01.2018

Auch wenn er noch so lieb schaut  -  bei diesen Lebensmitteln kann es für Ihren Hund gefährlich werden:

  • Avocado
  • Schokolade- und Kakao
  • Alkohol (+ Hopfen)
  • Koffein
  • Zwiebeln
  • Steinobst
  • Trauben & Rosinen
  • Rohes Schweinefleisch

Folgende Lebensmittel können ein tödliches Ende bedeuten:

  • Macadamia Nüsse
  • Salz
  • Speck
  • Rohe Bohnen
  • Alfalfa-Sprossen
  • Tomaten, rohe Auberginen, rohe Kartoffeln
  • Knochen
  • Milch
  • Süßstoff
  • Walnüsse

Zu den Symptomen zählen u.a. Durchfall, Erbrechen, Schwäche, Atemnot, bis hin zu

Krämpfen und neurologischen An- / Ausfällen.

Leitlinie zur Impfung von Kleintieren (Neuauflage März 2017) am 15.06.2017

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin ( StIKo Vet) hat fachlich unabhängig und wissenschaftlich fundierte Leitlinien zur Impfung von Tieren ( insb. Hund und Katze)  herausgegeben.

Dabei werden die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse zur Impfung von Hund und Katze erläutert und es werden individuelle Impfempfehlungen nach erfolgter Grundimmunisierung gegeben.

Das Prinzip ist:

  • Mehr Tiere impfen, das einzelne Tier so häufig wie nötig.
  • Ein höchstmöglicher Durchseuchungsgrad ist in einer Tierpopulation anzustreben, um Epidemien zu verhindern.
  • Die Impfung ist die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Infektionskrankheiten.
  • Eine vollständige Grundimmunisierung ist Voraussetzung für einen optimalen Schutz des Einzeltiers.

 

Hunde:

Grundimmunisierung:

Als Grundimmunisierung der Hunde- und Katzenwelpen gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren.

  • 8   Lebenswochen:                         SHLP
  • 12 Lebenswochen:                         SHLTP
  • 16 Lebenswochen:                         SHP
  • 15 Lebensmonaten:                       SHLTP

 

S = Staupe    H = Hepatitis   L = Leptospirose    P = Parvovirose    T = Tollwut

Wiederholungsimfpungen:

Wiederholungsimpfungen sind alle Impfungen, die nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen.

  • L -           Impfung: Jährlich
  • SH -        Impfung: alle 3 Jahre
  • P -          Impfung: alle 3 Jahre
  • T -          Impfung: alle 2-3 Jahre

Zwingerhustenimpfung:

Bei Hunden mit erhöhter Infektionsgefahr z.B. Welpengruppen, Hundeplatz, Tierheim, Tierpension
Die Zwingerhustenimpfung kann mit den anderen Impfungen kombiniert werden und sollte, nach der Grundimmunisierung, jährlich erfolgen.

 

Katze

Grundimmunisierung:

Als Grundimmunisierung der Hunde- und Katzenwelpen gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren.

  • 8   Lebenswochen:                         RCP
  • 12 Lebenswochen                          RCP    evt. T , evt. Leukose
  • 16 Lebenswochen:                         RCP    evt. Leukose
  • 15 Lebensmonaten:                       RCP    evt.T ,  evt. Leukose

 

RC = Katzenschnupfen   P = Katzenseuche   T = Tollwut

Wiederholungsimfpungen:

Wiederholungsimpfungen sind alle Impfungen, die nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen.

  • RC-        Impfung: alle 1-3 Jahre
  • P -          Impfung: alle 1-3 Jahre
  • T -          Impfung: alle 2-3 Jahre ( nur bei Freigängern oder Reisen ins Ausland notwendig)

Leukose

Die Leukoseimpfung kann mit den anderen Impfungen kombiniert werden und erfolgt nach vollständiger Grundimmunisierung, jährlich.
Ab einem Alter von über 7 Jahren kann individuell auf diese Impfung verzichtet werden.

 

FIP:

Nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgt die Wiederholungsimpfung jährlich. Diese Impfung ist nur unter bestimmten Umständen zu empfehlen.

Zecken und Flöhe am 14.04.2017

Vor allem in der wärmeren Jahreszeit von Frühjahr bis Herbst sind auf der Haut unserer Lieblinge lebende Parasiten eine große Plage. Da jedoch die Winter bei uns in den letzten Jahren sehr mild sind, sind sie auch deutlich häufiger in der eigentlich kälteren Jahreszeit anzutreffen.
Beginnen wir mit den Flöhen.
Ein Flohbefall hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun, da ein Floh schon bei flüchtigem Kontakt von Tier zu Tier (bis zu 45 cm weit) überspringen kann. Flöhe sind auf jedem Kontinent zu finden und sorgen nicht nur für lästigen Juckreiz sondern kann auch bis zu ernsthaften Krankheiten führen ( Blutarmut bei Welpen Ekzeme, Allergien…), außerdem sind sie Überträger des Gurkenbandwurm. Es gibt den Hunde- und den Katzenfloh die jedoch wenig wirtsspezifisch sind. Sie besitzen gut ausgebildete Beißwerkzeuge und können somit auch dicke Haut mühelos durchstechen. Die Entwicklungsstadien (Eier/Larven/Puppen) befinden sich in großer Anzahl in Sofas, Kissen, Betten, Teppichen, Bodenritzen und Körbchen der Tiere, von hier aus ein ständiger Neubefall des Tieres mit jungen Flöhen stattfindet. Flöhe können in dieser Umgebung bis zu einem Jahr auf einen neuen Wirt warten, deshalb sollte bei einem Flohbefall immer die Umgebung mitbehandelt werden. Die Flöhe die sie auf ihrem Tier finden sind nur 5% des tatsächlichen Flohbefalls, 95% sitzen in der genannten Umgebung Es gibt jedoch gute Präparate die schon einen Flohbefall verhindern können.
Zecken
Die heimischen Zeckenarten sind der gemeine Holzbock, Auwald-Bundzecke und die braune Hundezecke. Zecken sitzen max. kniehoch im Gras und lieben Temperaturen von 10°C-25°C und eine Luftfeuchtigkeit von 80-85 %, wie also immer behauptet fallen Zecken also nicht von den Bäumen, sondern lassen sich von den Wirten im Gras abstreifen. Sie übertragen nicht nur die bekannten Krankheiten FSME ( nur beim Mensch ) und Borreliose, sondern auch Babesiose, Ehrlichiose, Anaplasmose. Die Übertagung erfolgt je nach Infektionskrankheit 3 – 72 Stunden nach Anhaftung der Zecke am Körper über den Speichel der Zecke, diesen Sie benutzt um die Einstichstelle zu betäuben. Auch hier gibt es gute Präparate (meist in Kombi mit Flohschutz) die einen Zeckenbefall verhindern können.
Was nun noch gesagt werden muss! Alle Antiparasitika gegen diese Ektoparasiten sind bei richtiger Anwendung nicht gefährlich oder tötlich für Ihr Tier. Bei Jungtieren, tragenden oder laktierenden Hündinnen, Hunden mit MDR 1 Defekt und chronisch kranken Tieren sollte jedoch immer ein Tierarzt/Tiermedizinische Fachangestellte zu Rate gezogen werden.