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Aktuelle Themen

Einreisebestimmungen am 15.01.2018

Die Urlaubszeit zählt für viele Menschen zur schönsten Zeit des Jahres, die sie auch gerne mit Ihrem vierbeinigen Freund verbringen möchten. Zudem werden viele Tiere aus dem Ausland nach Deutschland vermittelt und finden hier ein neues Zuhause.
Dabei gilt es zu beachten, dass sich ein Tier im Ausland mit Erregern infizieren kann, die zu ernsthaften Erkrankungen führen können. Darüber hinaus haben die unterschiedlichen Länder für die Einfuhr von Haustieren (teilweise umfangreiche) amtliche Richtlinien festgesetzt, die beim Passieren von Grenzen eingehalten werden müssen.
Der Tierarztbesuch sollte daher möglichst früh in die Reiseplanung mit einbezogen werden, da notwendige Impfungen und Untersuchungen zum Teil an Fristen gebunden sind.
Informieren Sie sich bitte rechtzeitig über die Einreisebestimmungen Ihres Reiseziels und ggf. auch der Durchreiseländer.
Für Reisen in Länder der europäischen Union (EU) gilt grundsätzlich:

  • Vorlage des EU-Heimtierpasses mit gültiger Tollwutimpfung und Angaben zu Tier und Besitzer

Hinweis: Ein Welpe muss bei der Erstimpfung gegen Tollwut mindestens 12 Wochen alt sein. Die Impfung wird als gültig bezeichnet, wenn sie mindestens 21 Tage zurückliegt. Somit dürfen Welpen frühestens mit einem Alter von 15 Wochen über EU-Grenzen transportiert werden!

 

  • Kennzeichnungspflicht per Mikrochip mit Vermerk der Kennzeichnungsnummer im Pass
  • Sondervorschriften für einzelne Länder sind zu beachten! Hierzu können z.B. Blutuntersuchungen auf Tollwutantikörper, spezielle Maßnahmen gegen Bandwürmer oder Kampfhunderassebeschränkungen zählen.

Selbstverständlich gelten die oben genannten Vorschriften auch für Tiere, die aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden und hier ein neues Zuhause finden sollen!
Wir beraten Sie gerne!

Tödliche und giftige Lebensmittel für Hunde am 06.01.2018

Auch wenn er noch so lieb schaut  -  bei diesen Lebensmitteln kann es für Ihren Hund gefährlich werden:

  • Avocado
  • Schokolade- und Kakao
  • Alkohol (+ Hopfen)
  • Koffein
  • Zwiebeln
  • Steinobst
  • Trauben & Rosinen
  • Rohes Schweinefleisch

Folgende Lebensmittel können ein tödliches Ende bedeuten:

  • Macadamia Nüsse
  • Salz
  • Speck
  • Rohe Bohnen
  • Alfalfa-Sprossen
  • Tomaten, rohe Auberginen, rohe Kartoffeln
  • Knochen
  • Milch
  • Süßstoff
  • Walnüsse

Zu den Symptomen zählen u.a. Durchfall, Erbrechen, Schwäche, Atemnot, bis hin zu

Krämpfen und neurologischen An- / Ausfällen.

Leitlinie zur Impfung von Kleintieren (Neuauflage März 2017) am 15.06.2017

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin ( StIKo Vet) hat fachlich unabhängig und wissenschaftlich fundierte Leitlinien zur Impfung von Tieren ( insb. Hund und Katze)  herausgegeben.

Dabei werden die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse zur Impfung von Hund und Katze erläutert und es werden individuelle Impfempfehlungen nach erfolgter Grundimmunisierung gegeben.

Das Prinzip ist:

  • Mehr Tiere impfen, das einzelne Tier so häufig wie nötig.
  • Ein höchstmöglicher Durchseuchungsgrad ist in einer Tierpopulation anzustreben, um Epidemien zu verhindern.
  • Die Impfung ist die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Infektionskrankheiten.
  • Eine vollständige Grundimmunisierung ist Voraussetzung für einen optimalen Schutz des Einzeltiers.

 

Hunde:

Grundimmunisierung:

Als Grundimmunisierung der Hunde- und Katzenwelpen gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren.

  • 8   Lebenswochen:                         SHLP
  • 12 Lebenswochen:                         SHLTP
  • 16 Lebenswochen:                         SHP
  • 15 Lebensmonaten:                       SHLTP

 

S = Staupe    H = Hepatitis   L = Leptospirose    P = Parvovirose    T = Tollwut

Wiederholungsimfpungen:

Wiederholungsimpfungen sind alle Impfungen, die nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen.

  • L -           Impfung: Jährlich
  • SH -        Impfung: alle 3 Jahre
  • P -          Impfung: alle 3 Jahre
  • T -          Impfung: alle 2-3 Jahre

Zwingerhustenimpfung:

Bei Hunden mit erhöhter Infektionsgefahr z.B. Welpengruppen, Hundeplatz, Tierheim, Tierpension
Die Zwingerhustenimpfung kann mit den anderen Impfungen kombiniert werden und sollte, nach der Grundimmunisierung, jährlich erfolgen.

 

Katze

Grundimmunisierung:

Als Grundimmunisierung der Hunde- und Katzenwelpen gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren.

  • 8   Lebenswochen:                         RCP
  • 12 Lebenswochen                          RCP    evt. T , evt. Leukose
  • 16 Lebenswochen:                         RCP    evt. Leukose
  • 15 Lebensmonaten:                       RCP    evt.T ,  evt. Leukose

 

RC = Katzenschnupfen   P = Katzenseuche   T = Tollwut

Wiederholungsimfpungen:

Wiederholungsimpfungen sind alle Impfungen, die nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen.

  • RC-        Impfung: alle 1-3 Jahre
  • P -          Impfung: alle 1-3 Jahre
  • T -          Impfung: alle 2-3 Jahre ( nur bei Freigängern oder Reisen ins Ausland notwendig)

Leukose

Die Leukoseimpfung kann mit den anderen Impfungen kombiniert werden und erfolgt nach vollständiger Grundimmunisierung, jährlich.
Ab einem Alter von über 7 Jahren kann individuell auf diese Impfung verzichtet werden.

 

FIP:

Nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgt die Wiederholungsimpfung jährlich. Diese Impfung ist nur unter bestimmten Umständen zu empfehlen.

Zecken und Flöhe am 14.04.2017

Vor allem in der wärmeren Jahreszeit von Frühjahr bis Herbst sind auf der Haut unserer Lieblinge lebende Parasiten eine große Plage. Da jedoch die Winter bei uns in den letzten Jahren sehr mild sind, sind sie auch deutlich häufiger in der eigentlich kälteren Jahreszeit anzutreffen.
Beginnen wir mit den Flöhen.
Ein Flohbefall hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun, da ein Floh schon bei flüchtigem Kontakt von Tier zu Tier (bis zu 45 cm weit) überspringen kann. Flöhe sind auf jedem Kontinent zu finden und sorgen nicht nur für lästigen Juckreiz sondern kann auch bis zu ernsthaften Krankheiten führen ( Blutarmut bei Welpen Ekzeme, Allergien…), außerdem sind sie Überträger des Gurkenbandwurm. Es gibt den Hunde- und den Katzenfloh die jedoch wenig wirtsspezifisch sind. Sie besitzen gut ausgebildete Beißwerkzeuge und können somit auch dicke Haut mühelos durchstechen. Die Entwicklungsstadien (Eier/Larven/Puppen) befinden sich in großer Anzahl in Sofas, Kissen, Betten, Teppichen, Bodenritzen und Körbchen der Tiere, von hier aus ein ständiger Neubefall des Tieres mit jungen Flöhen stattfindet. Flöhe können in dieser Umgebung bis zu einem Jahr auf einen neuen Wirt warten, deshalb sollte bei einem Flohbefall immer die Umgebung mitbehandelt werden. Die Flöhe die sie auf ihrem Tier finden sind nur 5% des tatsächlichen Flohbefalls, 95% sitzen in der genannten Umgebung Es gibt jedoch gute Präparate die schon einen Flohbefall verhindern können.
Zecken
Die heimischen Zeckenarten sind der gemeine Holzbock, Auwald-Bundzecke und die braune Hundezecke. Zecken sitzen max. kniehoch im Gras und lieben Temperaturen von 10°C-25°C und eine Luftfeuchtigkeit von 80-85 %, wie also immer behauptet fallen Zecken also nicht von den Bäumen, sondern lassen sich von den Wirten im Gras abstreifen. Sie übertragen nicht nur die bekannten Krankheiten FSME ( nur beim Mensch ) und Borreliose, sondern auch Babesiose, Ehrlichiose, Anaplasmose. Die Übertagung erfolgt je nach Infektionskrankheit 3 – 72 Stunden nach Anhaftung der Zecke am Körper über den Speichel der Zecke, diesen Sie benutzt um die Einstichstelle zu betäuben. Auch hier gibt es gute Präparate (meist in Kombi mit Flohschutz) die einen Zeckenbefall verhindern können.
Was nun noch gesagt werden muss! Alle Antiparasitika gegen diese Ektoparasiten sind bei richtiger Anwendung nicht gefährlich oder tötlich für Ihr Tier. Bei Jungtieren, tragenden oder laktierenden Hündinnen, Hunden mit MDR 1 Defekt und chronisch kranken Tieren sollte jedoch immer ein Tierarzt/Tiermedizinische Fachangestellte zu Rate gezogen werden.